Halbwelten

Wütend kickte Sasch einen Stein über den Parkplatz. Diese Arschlöcher von der Achtzehn hatten ihn mal wieder aufgemischt. Das dritte Mal diese Woche – und heute war erst Dienstag.
»Hey Schwuchtel, lass Dollars rüberwachsen, sonst Gesichtsunfall!«
Soviel zum Thema staatliches Bildungssystem. Hätte ihn die Sache nicht zehn Euro gekostet, der verbale Brechdurchfall wäre direkt komisch gewesen. Statt zu lachen, zahlte er in diesem Fall aber lieber. Bei eins zu sieben blieb ihm auch kaum etwas anderes übrig. Und am Ende gab es trotzdem auf die Fresse.
Er musste langsam sein lahmes Image in den Griff kriegen. Das schreckte momentan höchstens Klosterschüler. Die Typen im Viertel dagegen führten ihn offiziell unter »Opfer«. Egal ob er Sascha hieß oder seinen Spießernamen um den letzten Buchstaben kürzte. Sie nannten ihn sowieso Wichser, Schwuchtel oder Missgeburt.
Im Grunde wunderte es ihn nicht einmal sonderlich. Sein Vater war Deutscher, er Einzelkind und seine Mutter trug kein Kopftuch; in dieser Kombination gehörte er im Block schon zu den Exoten. Wenigstens bezogen die Zwei Hartz IV, damit konnte er noch einigermaßen punkten. Außerdem roch es bei ihnen daheim immer ein bisschen nach Alkohol. Kam zwar nur von Franzbranntwein auf Krampfadern, indes brauchte er das ja niemandem auf die Nase zu binden.
»Alder, deine Mudder hat Fahne!«
»Ja Alder, säuft die, oder was?«
Meist zuckte er dann einfach mit den Schultern und setzte einen genervten Blick auf. Das reichte in der Regel als Antwort und er musste nicht lügen.
Nichtsdestotrotz blieb er am Ende des Tages kaum mehr ein schlaksiger, blasser Siebzehnjähriger. Zu jung und dumm, um aus dem Viertel entkommen. Zu intelligent, um sich erfolgreich darin zu integrieren.
Eine Zeitlang hatte er versucht, einen auf weißer Gangsterrapper zu machen, aber die Masche funktionierte anscheinend bloß bei Eminem. Seitdem arbeitete an etwas, das »der irre Blick« hieß. Je irrer der Blick desto unberechenbarer wirkte man. Theoretisch eine feine Sache, in der Praxis ließ der Effekt leider schwer zu wünschen übrig.

 

»Fuck«, murmelte er und betastete die Stelle in seinem Gesicht, die morgen ein grünblaues Feilchen sein würde.
Er war so in die Anamnese vertieft, dass er Ali erst bemerkte, als dessen Pranke ihm bereits auf den Rücken schlug. Das Überraschungsmoment riss ihn aus Konzept wie Schuhen. Doch er überspielte den Schrecken elegant mit einem kräftigen »Yo!« und einem weiteren davongekickten Stein.
»Digger, was geht? Hast du Problem?«
»Alles gechillt, Mann«, erwiderte Sasch und streckte seinem Kumpel die Ghettofaust hin.
»Siehst scheiße aus.«
»Kleiner Beef mit paar Wichsern.«
»Shit, Digger.«
Alis Vater war Türke. Oder Marokkaner. Oder Terrorist. Jedenfalls kein Deutscher. Er hatte sieben Geschwister, seine Mutter trug so ein Kopftuch-Turban-Ding und er beherrschte den »irren Blick«. Wirklich respektiert wurde er deswegen zwar auch nicht; aber man akzeptierte ihn als Teil der Masse. Ein Zustand, der vermutlich so lange anhalten würde, bis jemand erfuhr, dass Ali die Abkürzung von Alois war. Alis Eltern hatten das mit der Integration echt ein bisschen übertrieben …
»Und? Abhängen in der City?«
»Ne, hab was vor.«
»Date mit deiner Chica?«
»Yep«, sagte Sasch und lehnte sich gegen seinen Motorroller.
Die Chica hieß Melli. Sie war fünfzehn, ging aufs Gymnasium und spielte damit eigentlich nicht in seiner Liga. Zwar konnte er einen Realschulabschluss vorweisen, doch einen derart miesen, dass er sich die nächste Zeit keine Illusionen über eine Lehrstelle zu machen brauchte. Zudem kam sie aus gutem Hause. Ihre Eltern unterrichteten beide an einem Berufskolleg und nagten nicht am Hungertuch. Letztes Jahr hatten sie sich scheiden lassen. Ihr Vater traf sich seit einigen Wochen mit einer Studentin und ihre Mutter war Libyerin – oder neuerdings Lesbierin, das hatte er nicht ganz verstanden.
Melli lebte in einer völlig anderen Welt. Unabhängig davon war sie das mit Abstand coolste Mädchen, das er kannte. Und nicht bloß, weil sie heute die Schule schwänzte, einfach um sich mit ihm zu treffen.
»Okay Mann, sehen uns morgen?«
»Hau rein, Digger«, sagte Ali und klatschte ihm breit grinsend die Hand ab.
»Läuft.«
»Yolo!«
»Yolo!«, bestätigte Sasch, schwang sich lachend auf seinen Motorroller und zischte los.

 

Melli wartete bereits auf ihn.
Sie trug Hotpants und ein schwarzes, enges Top ohne BH. Als er bei Mecces einbog, winkte sie und ihre Brüste wippten unter dem Stoff. Sie hatte tolle Brüste und kein Problem sie zu zeigen. Sie schliefen auch miteinander. Gleich nach ihrem ersten Abend im Kino hatte sie ihn rangelassen. Ali meinte, sie sei eine Schlampe – und dass er unverschämtes Glück habe.
Er fuhr eine Schleife und kam neben ihr zum Stehen. Sie rührte sich nicht einen Millimeter. Noch so eine Sache, die er wahnsinnig anziehend fand: diese manchmal schon unmenschliche Coolness.
»Bist spät dran, Babe«, begrüßte sie ihn kühl und stemmte den linken Arm in die Hüfte.
»Hatte was zu erledigen.«
»Das sehe ich. Kleine Schlägerei vor dem Mittagessen?«
Statt einer Antwort schnappte er sie bei der Taille, zog sie dicht an den Roller und schob ihr die Zunge in den Mund. Er fühlte sich dabei immer wie ein schlechter Schauspieler, aber Melli stand auf solche Männlichkeitsrituale. Und auch diesmal verfehlte es nicht seine Wirkung. Besänftigt lockerte sie ihre Haltung.
»Ich hoffe, du hast die Wichser ordentlich aufgemischt.«
»Die fressen Scheiße aus der Schnabeltasse.«
»Klingt sexy …«, flüsterte sie, strich ihm über das inzwischen halb ausgereifte Feilchen und küsste sein Kinn.
Zusammen schlenderten sie zu den Außentischen neben der Kinderrutsche. Zu der Tageszeit trieben sich hier zum Glück keine Nervzwerge herum und sie hatten den Bereich weitestgehend für sich allein. Lediglich ein angesoffener Endvierziger parkte seine traurige Gestalt samt Bierflasche auf einem der hinteren Plätze.
Bis Sasch vom Essenholen wiederkam, war auch dieser letzte Störenfried verschwunden. Er stellte die Tabletts auf den dreckigen Tisch und setzte sich Melli gegenüber.

 

»Gestern hat Katha gemeint, du wärst süß«, informierte sie ihn plötzlich ohne erkennbare Überleitung. Sie zuckte die Schultern und schob sich zwei Pommes rot-weiß in den Mund. Dabei blieb ein Klecks Mayo an ihrer Unterlippe hängen, den sie lasziv ableckte.
»Aha«, kommentierte er unmotiviert, während er in seinen Cheeseburger biss. Er kannte keine Katha. Er kannte genau genommen keine einzige von Mellis Freundinnen und er glaubte da nicht unbedingt etwas zu verpassen. Ihrer Meinung nach waren die meisten von ihnen sowieso blöde Bitches – selbst die, die sie wirklich mochte.
»Ich habe ihr erklärt, dass du überhaupt nicht süß bist, sondern scharf. Und heiß. Und gefährlich.«
»Gracias und was hat sie darauf gesagt?«
»Ist das wichtig?«
»Nein.«
»Stehst du vielleicht auf die Bitch?«
»Bullshit.«
»Ach ja? Klang gerade anders …«
Schweigend stopfte er sich den Burger in die Backen. Er kannte ihre Stimmungsschwankungen mittlerweile ganz gut und wusste, dass er jetzt besser die Schnauze hielt. Vermutlich würde sie sich dann in den nächsten paar Sekunden von selbst einkriegen. Einfach reden lassen …
»Na jedenfalls gibt sie mir recht und sagt, du wärst scharf«, fuhr Melli ungerührt fort. Was für eine Bitch! Ich meine, du bist mein fester Macker und so.« Sie schnaubte verächtlich. »Also packe ich sie bei ihren Bitchhaaren und stelle klar, wo die Grenzen sind, da habe ich auf einmal ihre Billigextensions in der Hand.«
Obwohl Sasch einige dieser Geschichten kannte, faszinierte ihn ihre krasse Art immer wieder aufs Neue. Sie stand in erstaunlichem Kontrast zu ihrer zerbrechlichen Erscheinung und dem Bild, das er sich anfangs von Mädchen wie ihr gemacht hatte. Er fand es geil und erschreckend zugleich.

 


»Wir geben schon ein schräges Pärchen ab …«, raunte sie und starrte ihm herausfordernd in die Augen. Parallel dazu bahnte sich ihr Fuß den Weg zwischen seine Beine. Er spürte ihre nackten Zehen im Schritt.

»Findest du?« Er versuchte, lässig zu klingen, konnte aber ein kleines Stöhnen nicht unterdrücken.
»Hältst du uns etwa für normal?«
»Keine Ahnung. Darüber habe ich noch nie nachgedacht.«
Sie holte eine flachgedrückte Zigarette aus ihren Shorts und zündete sie an. Ein süßlicher Geruch streifte seine Nase. Sie zog kräftig an dem verbeulten Stängel und hielt ihn fragend hoch. Er schüttelte den Kopf.
»Siehst du, davon rede ich«, entgegnete sie. »Eigentlich solltest du mir einen Joint anbieten und ich müsste ablehnen.«
»Ich steh eben nicht so auf Hasch.«
»Kein Ding.« Sie nahm ihren Fuß aus seinem Schritt und stütze die Ellenbogen auf den Tisch. »Aber es ist nicht nur das. Ich denke, du bist viel intelligenter, als du tust. Wenn du wolltest, könntest du locker Abi machen. Ich kriege das bloß hin, weil meine Leute eine Menge Geld für Nachhilfe hinblättern. Falls überhaupt.«
Sasch beobachtete, wie sie ihre braune Papiertüte zerknüllte und auf die Abfalltonne zielte. Der Wurf ging meilenweit daneben ins vermüllte Gras. Sie kümmerte sich nicht darum. Sie sah nicht einmal hin.

»Du bist auch ein netterer Mensch als ich. Du gehörst zu den anständigen Typen. Zu den Ehrlichen und Geraden. Ich für meinen Teil bin eine ziemliche Bitch. Was in Ordnung geht, weil ich es mag, eine Bitch zu sein.«
Er legte den Kopf schief und sie wiederholte die Zielwurfübungen mit ihrem halbleeren Pappbecher. Diesmal traf sie zumindest die Außenseite der Tonne. Der Deckel flog weg und verpasste dem Ding eine verwässerte Coladusche. Sie kicherte kurz und hell.
»Am Ende macht es eh keinen großen Unterschied. Die Leute, die uns nicht kennen, machen sich sowieso ihr eigenes Bild von uns. In ihren Augen wirst du immer der halbstarke Gangster aus dem Plattenbau sein, während sie in mir die brave Lehrertochter sehen.«
Selbst dem, der nicht in die Welt zu passen scheint, aus der er stammt, gelingt es nie, ihr gänzlich zu entfliehen. Der Satz vibrierte in ihm. Er behielt seine Meinung zu ihrer Theorie jedoch für sich; im Moment hörte er ihr lieber zu.
»Ernsthaft. Stell dir vor, wir überfallen morgen eine Tankstelle und werden von der Polizei geschnappt. Was wird wohl ihr erster Gedanke sein? Ich verrate es dir: Der Typ aus dem Ghetto hat das arme Mädchen dazu angestiftet.« Melli klimperte mit den Wimpern und setzte demonstrativ ihren Rehblick auf. »Dabei habe ich in Wahrheit dich angestiftet. Aber wird das irgendjemand glauben? Nein. Nicht einmal, wenn ich freiwillig gestehe.«
»Und darum sind wir ein schräges Pärchen?«
»Darum und wegen des pervers geilen Sex natürlich«, säuselte sie und klaute ihm seine Apfeltasche vom Tablett. »Apropos, wie wär´s … fahren wir zu mir? Meine Leute kommen frühestens um fünf zurück.«
»Worauf warten wir?«
Langsam standen sie auf und schlenderten zu Saschs Motorroller.


»Lass uns noch schnell bei der Tanke vorbei, Alk kaufen.«

»Geht klar«, erwiderte er und überschlug kurz, ob er genug Geld dabei hatte. Abzüglich der zehn Euro und Mecces sollte es knapp für eine Flasche Wodka reichen.
Sie stiegen auf und fuhren vom Parkplatz. Der Sattel vibrierte unter ihm. Er spürte Mellis Körper warm an seinem Rücken. Ihre Arme waren um seine Mitte geschlungen und sie presste sich dicht gegen ihn. Obwohl der Fahrtwind ihn abkühlte, erregte ihn die Vorstellung, dass sie es bald treiben würden. Ihr erging es wohl ähnlich. In einer fast beiläufigen Bewegung öffnete sie die Knöpfe seiner Jeans und ließ ihre Hand in seine Boxershorts gleiten.
»Fuck!«, zischte er. Der Roller brach zur Seite aus und er hatte Mühe, ihn wieder in die Spur zu bringen.
Solche Dinger zog sie ständig ab. Als müsse sie sich und ihm etwas beweisen. Meist kam ihm das sogar durchaus gelegen. Eine zugekiffte Freundin, die bei zwei Promille gern mal strippte oder in ein Aquarium kotzte, förderte sein Badboy-Image immens. Allerdings wollte er nicht bei einem ihrer irren Ausfälle draufgehen.
»Melli …«, knurrte er zwischen zusammengebissenen Zähnen und bemühte sich, einigermaßen gerade zu fahren. »Hör jetzt auf!« Mit dem letzten hervorgepressten Wort befreite er sich von ihren Händen.
Vermutlich hatte er damit seine Aussichten auf baldigen Sex vorerst verspielt. Aber er kam nicht mehr dazu, sich darüber zu ärgern oder an einer Versöhnungsstrategie zu feilen. Hinter ihnen flammte jäh Blaulicht auf und der Roller wurde von zwei Polizisten in eine Parkbucht am Straßenrand dirigiert.

 


»Shit.« Ihm rutschte das Herz dorthin, wo vor wenigen Sekunden Mellis Finger gewesen waren.

Sie wirkte ebenfalls nervös. Ihre Augen zuckten und sie sah blass aus. Der Anblick beruhigte Sasch irgendwie.
»Es tut mir leid«, flüsterte sie und drückte sich eng an ihn.
»Schon okay.«
»Nein, es tut mir wirklich leid«, sagte sie mit einem seltsamen Ton in der Stimme und löste sich wieder von ihm.
Er straffte die Schultern.
Die Beamten waren ausgestiegen und schritten auf ihn zu. Obwohl er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, schüchterten ihn ihre ernsten Mienen doch ziemlich ein. Allein ihre Art zu gehen versprühte unausgesprochene Autorität – und sie hielten sich auch nicht lange mit Small Talk auf.
»Führerschein und Fahrzeugpapiere«, forderte der eine kurz angebunden, während der andere ihn misstrauisch musterte. »Du weißt, warum wir dich rausgewunken haben?«
»Nicht direkt«, log er und kramte in seinen Jeans.
»Aber dass du Schlangenlinien gefahren bist, hast du gemerkt?«
»Ach das. Ja, die Lenkung am Roller hat gesponnen.« Er reichte dem Linken von ihnen die Papiere. »Morgen bringe ich ihn gleich mal in die Werkstatt und lasse das checken.«
Dem Gesichtsausdruck der beiden Polizisten nach war seine Darstellung wenig überzeugend. Und Melli? Die stand schweigend daneben und traf keinerlei Anstalten, sich einzumischen. Dabei verdankte er ihr den ganzen Schlamassel.
»Hast du getrunken? Oder illegalen Substanzen konsumiert?«
»Nein.«
Auch diese Antwort schien ihnen offenbar fragwürdig.
»Dann leer bitte mal deine Taschen aus«, befahl ihm der redseligere der beiden Beamten und lotste ihn zum Streifenwagen. »Leg die Sachen einfach auf die Motorhaube.« Der Mann deutete auf das staubige Blech. Unterdessen beförderte sein Kollege schon den Alkomat und das etwas handlichere Pendant für Drogen ans Tageslicht.
Sasch griff in seine Jacke und erstarrte.

 


»Probleme, Junge?«

»Ich …«, begann er eine Antwort, deren Ende er nicht kannte und deren Konsequenzen er noch nicht einmal im Ansatz abschätzen konnte.
Neben einem benutzten Tempo und dem vertrauten Päckchen Big Red Kaugummis ertastete er eine Tüte. Einen kleinen Plastikbeutel, der offenbar irgendwelche Tabletten enthielt. Woraus genau sein Inhalt bestand, vermochte er durch reines Tasten nicht zu sagen. Klar waren nur zwei Dingen: Es handelte sich wohl kaum um Aspirin und das Zeug gehörte definitiv nicht ihm.
»Bitte leer deine Taschen aus«, wiederholte der Beamte. In seiner Stimme lag ein ungeduldiger Nachdruck.
Sasch schielte zu Melli, die in einiger Entfernung beim Roller stand. Sie mied seinen Blick, was im Grunde schon alles sagte. »Es tut mir leid … Es tut mir wirklich leid.« Sie hatte ihm die Tüte zugesteckt.
»Die Taschen …«
Kommentarlos legte er das Tempo, die Kaugummis und den Plastikbeutel auf die Motorhaube. Sollte er versuchen, sich zu rechtfertigen? Erklären, dass es nicht seine Pillen waren? Vermutlich. Melli in dieser Situation zu decken, ginge schließlich weit darüber hinaus, einer von den Anständigen zu sein. Oder erwartete sie das ernsthaft von ihm?
»Hast du etwas dazu zu sagen, Junge?«
Hatte er?
Nun, er könnte versuchen, es ihnen zu erklären. Aber würden sie ihm glauben? Würden sie überhaupt zuhören? Was hatte Melli gesagt? »In ihren Augen wirst du immer der halbstarke Gangster aus dem Plattenbau sein, während sie in mir die brave Lehrertochter sehen.«
»Junge?«
Schweigend schüttelte Sasch den Kopf.
Die Welt, in die er nicht zu passen schien, hatte ihn eingeholt.

 

Daniela Herbst 25/04/2017 No Comments

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