Ihr war schwummerig. Hinter ihrer Stirn pochte ein hektischer Puls und ein dünner Blutfaden lief ihre Schläfe entlang zum Kinn. Noch hatte sie Schwierigkeiten, sich richtig zu orientieren, aber das Meer aus diffusen Schatten fing allmählich an, Konturen zu gewinnen – wenn auch zunächst ohne Sinn.
Da war eine Leiter. Sie führte in einem steilen Winkel zu einem Podest, dessen linke Seite sich marode nach unten neigte. Darunter stapelten sich Säcke oder Haufen schmutziger Wäsche. Durch schmale Spalte rundherum drang spärliches Mondlicht und ließ sie vereinzelte Flecken Wiese erkennen. Zu ihren Füßen erstreckte sich in beide Richtungen eine Schneise im Boden, in der seichtes Dreckwasser stand. Sie verbreiteten modrigen Bachgestank.
Luise schüttelte sich innerlich. Die Eindrücke, die sich ihr aufdrängten, wollten nicht recht zusammenpassen. Wäre sie noch immer im Wald, müsste sie Bäume sehen. Außerdem den Himmel und Sterne. Stattdessen umgrenzten Holzwände ganz klar ihr Blickfeld. Doch Grasstücke oder ein

Ab sofort findet ihr auf der rechten Seite meine neue Kategorie »Shivas Schreibtipps«.

Unter diesem Logo wird es regelmäßig kurze und praktische Tipps aus der Welt der Autorenzunft geben. Um richtig oder falsch, laienhaft oder professionell soll es dabei nicht gehen, sondern lediglich um Anregungen und neue Perspektiven.

Warum das Ganze unter der Schirmherrschaft meiner pelzigen Mitbewohnerin steht? Na, weil sie meine schärfste und liebste Kritikerin ist.

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Spaghetti Carbonara in Tokio, Sushi vorm Pariser Eiffelturm, Käspatzen am Times Square und Curry-Huhn in Rom. Mit Holzschuhen nach England, in Lederhosen und Dirndl ans Mittelmeer, mit Union Jack auf dem Shirt durch Moskaus Straßen, im Sari den Strand von Sylt unsicher gemacht. Im Bikini dem Monsun getrotzt, mit Regenschirm unterm Wasserfall, auf Skiern die Lavendelwiesen hinunter, im Taucheranzug den Weinberg hinauf, mit dem Surfbrett die Wüstendünen entlang.

Drei Vertreter aus der Kategorie »Mitbewohner oder Zumutung«, mit denen ein Zusammenleben in den eigenen vier Wänden eventuell denkbar wäre, haben wir letztes Mal bereits kennengelernt. In dieser Fortsetzung werde ich die weiteren Kandidaten wie gehabt ein wenig genauer unter die Lupe nehmen und nach dem bewährten Sternchenprinzip bewerten. Knüpfen wir ohne Umschweife an bei … Trommelwirbel …

Habt ihr euch schon mal gefragt, mit welchem possierlichen Geschöpf aus der Literaturlandschaft ihr am liebsten eure vier Wände teilen würdet? Nein? Okay, das spricht durchaus für eure geistige Gesundheit.
Aber so im Vertrauen gesagt – Stubentiger, Hund & Co kann ja nun wirklich jeder. [Randnotiz an meine Katze: Du bist die Beste!] Darum kommt heute der ultimative Fantasy-Haustier-Test für alle, die nach einer ausgefallenen Alternative suchen.
Dazu werde ich einige Vertreter aus der Kategorie »Mitbewohner oder Zumutung« ein wenig genauer unter die Lupe nehmen und nach dem bewährten Sternchenprinzip bewerten. Den Anfang macht … Trommelwirbel …